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Thailand – Auf der Bambusroute nach Phuket

Der Februar – kalte Wintertage mit meist wenig Sonnenstunden. Bisher fĂŒr mich immer ein Monat gewesen, gemĂŒtlich im warmen zuhause zu bleiben. Doch dieses Jahr wollte ich zum ersten Mal zu dieser Jahreszeit ins Warme fliegen, genauer gesagt nach Thailand. Zudem nicht ganz allein: Selina, eine Arbeitskollegin, wollte nun ebenfalls erste Erfahrungen mit Marco Polo Reisen sammeln. Die Tochtergesellschaft des MĂŒnchener Reiseveranstalters Studiosus bietet vier Rundreise-Reisevarianten an:

  • fĂŒr junge Reisende zwischen 20 und 35 Jahren (max. 25 Teilnehmer pro Reise),
  • fĂŒr Junggebliebene ab 35 Jahren (max. 25 Teilnehmer pro Reise),
  • Entdeckerreisen in der Mini-Gruppe (max. 12 Teilnehmer pro Reise) und
  • Individuell reisen ohne Gruppe.

Dabei handelt es sich immer um Bus-Rundreisen mit Anreise per Flugzeug, Bahn oder in Eigenregie.

Bisher hatte ich bei meinen vier Marco Polo Reisen jedes Mal eine super angenehme und offene Gruppe, als auch immer einen guten Guide, der uns sein Heimatland nÀherbrachte. So war ich auch dieses Mal optimistisch, dass Thailand ebenfalls eindrucksvoll werden wird.

Tag 1 und 2: Anreise nach Frankfurt und Flug nach Bangkok

Vollgepackt mit Koffer, Rucksack und Fototasche ging es am 07. Februar mittags mit der Bahn nach Frankfurt. Das Zug-zum-Flug-Ticket ist bei allen Reisen inkludiert. Um auf der sicheren Seite zu sein und möglichen Bahn-AusfĂ€llen oder VerspĂ€tungen erst gar nicht in die Quere zu kommen entschieden wir uns eine Verbindung zu wĂ€hlen, bei der wir bereits vier Stunden vor Abflug in Frankfurt ankamen. Alles verlief pĂŒnktlich und planmĂ€ĂŸig und als wir am Check In-Schalter unserer Fluggesellschaft Thai Airways eintrudelten, lernten wir bereits den ersten Mitreisenden kennen, der uns am KofferanhĂ€nger von Marco Polo Reisen erkannte. Nach der Sicherheitskontrolle hatten wir noch genĂŒgend Zeit, um mit einem alkoholischen GetrĂ€nk auf die bevorstehende Reise anzustoßen, bevor wir am Abflug-Gate weitere Mitreisenden antrafen. Alle Mitreisenden hatten sich vorab bereits ĂŒber eine Whatsapp-Gruppe austauschen können, nicht alle nahmen den Direktflug nach Bangkok, andere Reisende flogen ab MĂŒnchen mit Emirates ĂŒber Dubai. Um 20:15 Uhr war es dann so weit und wir konnten unser Flugzeug betreten. Von hier an nahm alles seinen Lauf, das Flugzeug hob pĂŒnktlich ab und nach einer Stunde Flugzeit bekamen wir bereits das Abendessen serviert. Im Anschluss wurde dann das Kabinenlicht ausgeschaltet, was viele nutzten, um einen Film zu schauen oder die Augen zu schließen. Einige Stunden spĂ€ter war inzwischen der Morgen angebrochen und somit Zeit fĂŒr das FrĂŒhstĂŒck im Flugzeug. Weitere zwei Stunden spĂ€ter begann der Landeanflug auf Thailands Hauptstadt Bangkok. Dort um 13:45 Uhr angekommen durchliefen wir die Einreisekontrolle und holten unser GepĂ€ck ab, bevor wir am Ausgang von unserem ReisefĂŒhrer empfangen wurden. Im klimatisierten Reisebus, der uns die nĂ€chsten 14 Tage begleiten sollte, wurden wir ins Stadtzentrum zu unserem Hotel „Galleria 10“ gefahren. Hier hatten wir dann zwei Stunden Zeit um uns nicht nur an die tropischen Temperaturen, sondern auch an die Zeitumstellung zu gewöhnen. Selina und ich hatten jeweils Einzelzimmer fĂŒr die Reise gebucht, was natĂŒrlich deutlich entspannter ist.

Am Abend trafen wir uns in der Lobby, fanden uns dann auch mit den Emirates-Reisenden zusammen und es stand das erste gemeinsame Essen auf dem Programm. In einem traditionellen, schönen thailĂ€ndischen Restaurant probierten wir uns durch Jasminreis, HĂ€hnchencurry, das Nationalgericht Pad Thai und GemĂŒse durch. Im Anschluss konnte sich die komplette Reisegruppe, ohne unseren Guide, noch auf einer Rooftop-Bar nahe unserem Hotel bei einem Absacker unterhalten und nĂ€her kennenlernen, ehe es uns aufgrund der Reisestrapazen dann gegen 23 Uhr auf die Hotelzimmer ging.

Tag 3: Sightseeing in Bangkok

FrĂŒh morgens ging es bereits raus aus den Federn, nach einem abwechslungsreichen FrĂŒhstĂŒck machten wir uns auf den Weg zur nahegelegenen Skytrain-Station. Von hier fuhren wir in wenigen Minuten zum Fluss Chao Phraya, an dem wir dann auf Langschwanz-Boot umsetzten. In einer 45-minĂŒtigen Flussfahrt sahen wir links und rechts zahlreiche Hotels und Einkaufscenter, sowie viele Warane (Riesenechsen), die sich auf den Flussmauern in der Sonne auf die faule Haut legten. Der nĂ€chste Halt war der ehemalige Königspalast mit seinen zahlreichen Tempeln zum Verweilen einlĂ€dt. Anschließend noch zum Wat Pho, in dem der riesige, golden verzierte, liegende Buddha beheimatet ist. Nach diesem Abstecher war es Zeit mit dem rustikalen Stadtbus wieder Richtung Hotel zu fahren, um im nahegelegenen Siam-Einkaufscenter uns mit dem Mittagessen zu stĂ€rken. GesĂ€ttigt hatten wir danach noch zwei Stunden Zeit zum Shoppen, in den zahlreichen Malls, die alle beieinander liegen und in denen man von der riesigen Auswahl ĂŒberfordert wird.

Abends konnte jeder individuell entscheiden, wo man essen möchte, hier sind wir dann in Kleingruppen losgezogen, da unterschiedliche EssenswĂŒnsche und Zeiten bestanden. Der Abend ging nicht allzu lange, schließlich stand am nĂ€chsten Tag ein Ausflug am frĂŒhen Morgen an.

Tag 4: Ausflug nach Ayutthaya

Bis auf zwei Ausnahmen hatten alle den Ausflug zu den Tempelruinen der frĂŒheren Hauptstadt Ayutthaya gebucht. Nach einer knapp einstĂŒndigen Fahrt erreichten wir frĂŒh am Morgen die erste von drei Tempelanlagen, die erstaunlicherweise noch sehr gut vorzufinden waren. Man konnte natĂŒrlich an allen drei Anlagen lediglich erahnen, wie frĂŒher die Tempel aufgebaut waren. Zur Mittagszeit waren wir dann auch mit der dritten Anlage durch und fuhren nicht weit ins Restaurant, in dem es auch hier Reis mit verschiedenen Fleischsorten und einer Kokosmilch-Suppe gab. Im Anschluss RĂŒckfahrt ins Hotel und der Rest des Nachmittags und Abend war wieder zur freien VerfĂŒgung. In einer Kleingruppe entschieden wir uns in den Lumphini Park und von dort nach Chinatown zu fahren. Der Lumphini Park bietet fĂŒr Jogger ideale Bedingungen sich sportlich zu betĂ€tigten. Auch hier sind viele Warane gewesen, die sich gerade an einer Schildkröte verköstigten. Dann weiter nach Chinatown, wo wir etwas gebraucht haben, um ein passendes Restaurant zu finden. Nach erfolgreicher Suche und Verzehr der Speisen bummelten wir noch ein wenig durch das Viertel, bevor wir mit der Metro zurĂŒck ins Hotel fuhren. FrĂŒh ging es ins Bett, denn die Abfahrt am Folgetag wurde schon auf 7 Uhr gelegt.

Tag 5: Weiterfahrt in den Dschungel

Der Wecker klingelte bereits um 05:45 Uhr, noch kurz den Koffer wieder ordentlich packen und 45 Minuten spĂ€ter stand man schon am FrĂŒhstĂŒcksbuffet. GestĂ€rkt wurden die Koffer in den Bus gebracht und pĂŒnktlich um 7 Uhr losgefahren. Eine insgesamt 3 œ Stunden lange Busfahrt stand an, die unterwegs noch mit Zwischenstopps umrandet wurde. Der erste Halt war dann ein echter Hingucker: in Samut Songkhram findet der Markt auf den Bahngleisen statt – bis um 8:30 Uhr der Zug in den Kopfbahnhof der Stadt einfĂ€hrt und alle VerkĂ€ufer innerhalb Sekunden ihren Stand zur Seite schieben mĂŒssen. Ein Spektakel, dass bei uns undenkbar wĂ€re. Der Zug fĂ€hrt zwar in Schrittgeschwindigkeit durch die Marktstraße, allerdings zum Anfassen der hunderte von Touristen. Lediglich weniger Zentimeter trennen Mensch von Maschine. Ist der Zug durch, werden die StĂ€nde wieder aufgebaut, keine 30 Minuten spĂ€ter fĂ€hrt der Zug wieder aus dem Bahnhof heraus und das Szenario geht von vorne los: StĂ€nde wegrĂ€umen, Zug fĂ€hrt durch die Menschenmassen durch und die StĂ€nde werden fĂŒr den Rest des Tages wieder gerichtet. Lediglich morgens kann man sich dieses Schauspiel beobachten.

FĂŒr uns war dann Zeit weiterzufahren, zu einem Flusssteg, an dem wir per Langschwanzboot durch das Gewusel eines schwimmenden Marktes gefahren wurden. Hier konnten wir aussteigen und uns durch Textilien, KunstgemĂ€lde und anderen Souvenirs durcharbeiten. Unser Mittagessen haben wir rustikal im Suppenteller ĂŒber ein schwimmendes Koch-Boot eingenommen, danach wurde die Fahrt in unserem Reisebus wieder aufgenommen. Nach einer Fahrtzeit von 1 œ Stunden kamen wir am Bootspier an, von dem wir erneut mit Langschwanz-booten in 15 Minuten zu unserer schwimmenden Unterkunft gebracht wurden. Das „River Kwai Jungle Rafts“ beherbergte uns fĂŒr die kommenden beiden NĂ€chte. Vorab hatte ich mich bereits ĂŒber die UnterkĂŒnfte informiert, daher auch ĂŒber das schwimmende Floß-Hotel. Hier konnte man bereits Rezessionen wie „hat keinen Strom“ oder „es gibt kein WLAN“ lesen. Selbst auf deren Homepage wird man informiert, dass die Beleuchtung der Zimmer nur mit Öllampen möglich ist. Vor Ort war dann alles halb so schlimm: im Empfangsbereich standen ca. 10 Steckdosen zur VerfĂŒgung, an denen sĂ€mtliche elektronische GerĂ€te oder Powerbanks geladen werden konnte. Hier hatte man ebenso WLAN-Empfang, nur auf den Zimmern musste man sich etwas umgewöhnen.

Tag 6: BeschÀftigung auf dem Fluss

In Bambus-WĂ€nden war es bereits in den ersten NĂ€chten eine komische AtmosphĂ€re. Man hörte jedes Wort, was auf dem Flug gesprochen wurde und unter den Holzlatten am Boden hörte man laut das Fluss-Rauschen. Wie kann man sich hier tagsĂŒber beschĂ€ftigen? Es gibt tatsĂ€chlich mehrere Möglichkeiten, wie z. B. sich im Fluss treiben zu lassen. Die Strömung ist nicht zu unterschĂ€tzen, es ist aber an mehreren Stellen des langen Hotel-Stegs möglich rechtzeitig sich aus dem Wasser zu ziehen. Die Alternativen sind Floating, also sich per Floß-Boot rumschippern zu lassen, oder per Standup-Paddel. So findet jeder eine BeschĂ€ftigung, selbst wenn es nur das Herumliegen und BrĂ€unen in der Sonne mit einem interessanten Buch sein sollte.

Gekocht wird von den Einheimischen in einer kleinen ĂŒberschaubaren KĂŒche – aber ausgesprochen lecker. Die Preise fĂŒr die GetrĂ€nke sind hier sehr ĂŒberschaubar, fĂŒr kleines Geld bekommt man sogar akzeptable Cocktails.

Das Highlight am Morgen ist aber der Besuch von Wendy – einer alten Elefantendame, die im angrenzenden Dorf lebt und jeden Morgen mit ihrem HĂŒter den GĂ€sten zum FrĂŒhstĂŒck Gesellschaft leistet. Wer möchte darf Wendy auch fĂŒttern, mit Obstresten wie Melonenschalen.

Leider hatte es einen Mitreisenden unserer Gruppe inzwischen so heftig erwischt, dass er die nĂ€chste Nacht im nahegelegenen Krankenhaus verbringen musste. Vermutlich ein Infekt hatte ihn flachgelegt und so war die Sorge in unserer Gruppe etwas grĂ¶ĂŸer, ob es vielleicht noch mehr erwischen sollte.

Tag 7: Waghalsige Zugfahrt und Thai-Kochkurs

Der letzte Morgen in unserem Floßhotel begann mit einer guten Nachricht. Unser Erkrankter darf das Krankenhaus verlassen und wird direkt ins nĂ€chste Hotel gebracht. Übrigens: die Versorgung und Übernachtung war fĂŒr ihn echt gĂŒnstig, lediglich 37,- € hat ihn die Überwachung im Krankenhaus gekostet.

Wir wurden nach dem FrĂŒhstĂŒck wieder per Langschwanzboot abgeholt und zum Pier gefahren, wo unser Bus bereits auf uns wartete. Dieser brachte uns zur nĂ€chsten Bahnstation, von hier fuhren wir mit der „Death Railway“ eine gute Stunde weiter. Der Zug ruckelt waghalsig ĂŒber die Trasse am River Kwai, unterwegs erhielten wir von unserem ReisefĂŒhrer Informationen ĂŒber die tragische Geschichte dieser einmaligen Bahnstrecke.

Am Zielbahnhof angekommen wurden wir von unserem Bus in eine Kochschule gebracht, hier durften wir in traditionellem thailĂ€ndischem Gewand drei landestypische Thai-Gerichte kochen und dabei von einer ausgebildeten Köchin ein paar Tricks erlenen. SelbstverstĂ€ndlich konnten wir unser Selbstgekochtes im Anschluss auch probieren und waren mit den Ergebnissen positiv ĂŒberrascht.

Zum Sonnenuntergang erreichten wir unser kleines, modernes Hotel, welches nur zur ÜberbrĂŒckung der Strecke diente.

Tag 8: Filmreife BrĂŒcke und der Strand ruft

Morgens ging es zur legendĂ€ren BrĂŒcke am Kwai, die schon Bestandteil des berĂŒhmten Films „Die BrĂŒcke am Kwai“ war. Nach einem kurzen Spaziergang auf der BrĂŒcke stiegen wir in den Bus, eine lange Fahrt stand an mit dem Ziel Pranburi, einer wunderschönen Stadt direkt am Strand des Golfs von Siam.

Tag 9: Ausflug in den Nationalpark

Ein freier Tag am Strand oder einen Ausflug in den Sam-Roi-Yot-Nationalpark stand heute zur Auswahl. Fast alle entschieden sich fĂŒr letzteres und so erlebten wir per Boot das Fischerdorf Bang Pu, danach legten wir an den StrĂ€nden des Nationalparks zum Landgang an. Zu Fuß ging es steil hinauf (Höhendifferenz 450 Meter) bis zur spektakulĂ€ren Phraya-Nakhon-Höhle mit ihrem Höhlentempel. Der Ausblick von da oben waren die Anstrengung aber definitiv wert, zumal danach fĂŒr zwei Stunden lang das Meer zur AbkĂŒhlung auf uns wartete.

SpĂ€tnachmittags kehrten wir in unser Strandhotel zurĂŒck. Vor dem Hotel fand auf der Straße zum Strand ein Abendmarkt statt, mit vielen EssensstĂ€nden, an denen wir uns durchprobierten. Nebenbei lief auf einer kleinen aufgestellten BĂŒhne Live-Musik einer thailĂ€ndischen Band. Wir verstanden zwar nichts, die AtmosphĂ€re war zum Sonnenuntergang im Sand aber trotzdem sehr angenehm und entspannend.

Tag 10: Weiter Richtung SĂŒden

Nach zwei NĂ€chten in einer sehr schönen Unterkunft ging es weiter sĂŒdwĂ€rts: unterwegs Stopps am Teak-Tempel von Ao Noi, in dem wir von einem thailĂ€ndischen Mönch gesegnet wurden, und am von unzĂ€hligen Affen bevölkerten Chong-Krajok-Berg. Wer den Affen zu lange in die Augen schaut wurde in die Flucht getrieben, die Affen können sich dadurch nĂ€mlich bedroht fĂŒhlen und wollen sich selbst schĂŒtzen. Zum Schluss unserer Fahrt ging es auf den Berg Thong Chai, dort thront die Tempelanlage Wat Thang Sai – ein gigantischer Ausblick ĂŒber die KĂŒste erwartete uns dort oben. Von hier aus steuerten wir unsere nĂ€chste Unterkunft an – ebenfalls wieder direkt am Strand.

Tag 11: Schnorchel-Ausflug

Heute ein weiteres StĂŒck Fahrt in den SĂŒden, dabei starteten wir den Vormittag mit einem optionalen Schorchelausflug. FĂŒr mich war es etwas, was ich definitiv wahrnehmen wollte, schließlich liegen die letzten Schnorchel-Erfahrungen Jahre oder sogar schon Jahrzehnte entfernt. An drei vorgelagerten Inseln sprangen wir jeweils ins Wasser und erkundeten die Unterwasserwelt. Viele bunte Fische und noch ein paar gut erhaltene Korallenriffe wurden dabei fĂŒr uns sichtbar. Das Mittagessen (HĂ€hnchen mit gebratenem Reis) nahmen wir auf dem Boot ein. Im Anschluss fuhren wir zurĂŒck in den Hafen bzw. ließen wir uns fahren: unser Boot bzw. der Motor machte kurz vor der KĂŒste schlapp und so wurden wir von einem anderen Boot in den Hafen abgeschleppt.

Abends hatten wir in unserem neuen Hotel erneut die Möglichkeit auf einem Nachtmarkt uns verköstigen zu lassen und den Sonnenuntergang direkt am Strand zu genießen.

Tag 12: Ein weiteres Highlight: der Khao-Sok-Nationalpark

Szenenwechsel: dicht bewaldete Kalkberge, tief eingeschnittene TĂ€ler, geheimnisvolle Seen und FlusslĂ€ufe – der Nationalpark Khao Sok ist einer der schönsten in Thailand. Ebenso attraktiv war unsere Unterkunft, die sich ĂŒber mehrere Meter Höhenunterschied erstreckte. In klimatisierten HolzhĂŒtten war es sehr urig, so dass man am Abend im Bett liegend jede Menge Tiere hören konnte.

Zu Fuß durch den Dschungel

Nach einem guten FrĂŒhstĂŒck schlĂŒpften wir in unsere Trekkingschuhe und erkundeten zusammen mit einem Ranger den Regenwald. Unter seiner FĂŒhrung ging es durchs Pflanzen-dickicht, vorbei an kleinen FlĂŒssen wĂ€hrend auf den BĂ€umen kleine Äffchen herumsprangen und auch die ein oder andere kleine Schlange ersichtlich war.

Am freien Nachmittag erholten wir uns an einem der beiden Hotel-Pools und ließen uns in der Sonne brĂ€unen. Die AbkĂŒhlung im Wasser war aber zwingend notwendig, anders konnte man die heißen Temperaturen nicht aushalten.

Tag 13: Letzter Halt: Phuket

Die letzte große Busfahrt stand an: knapp drei Stunden sollte die Fahrt zu unserem Endziel Phuket dauern. Wer wollte konnte unterwegs noch einen optionalen Ausflug zur „James Bond-Insel“ machen, der mit seinem markanten Felsen Schauplatz des 007-Films „Der Mann mit dem goldenen Colt“ war.

Wer darauf verzichtete fuhr direkt weiter nach Phuket. Dort angekommen erlebten wir tatsĂ€chlich eine andere Welt. Am Morgen noch im ruhigen Khao Sok-Nationalpark gestartet und Stunden spĂ€ter im Massentourismus ĂŒberlagerten Phuket angekommen. Sofort sahen wir nicht nur den Unterschied, wir hörten ihn auch. Überall wo man hinging, hörte man ausschließlich russische Touristen, fĂŒr diese ist Thailand und speziell Phuket als Badeziel noch eine interessante Alternative, da aufgrund des Ukraine-Krieges in Europa viele LĂ€nder Einreiseverbote fĂŒr sie erteilte.

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und mussten schauen, dass wir trotz hunderten von LiegestĂŒhlen ĂŒberhaupt noch eine freie Liege fanden. Nach einer kleinen AbkĂŒhlung im Meer teilte sich unsere Gruppe: ein paar schlenderten ĂŒber den Nachtmarkt, andere wie auch ich fuhren ein paar Kilometer in das dort sehr bekannte „Simon Cabaret Theater“, um sich deren Show anzusehen.

Tag 14: Letzte Sonnenstunden und RĂŒckflug

Bis zur Abholung um 16 Uhr hatten wir noch einige Stunden zur VerfĂŒgung, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Beim FrĂŒhstĂŒck jedoch erstmal kein Genuss, da die russischen HotelgĂ€ste leider nicht am Buffet mit Benehmen glĂ€nzten. Im Anschluss konnten wir am Hotelpool oder am Strand nochmal entspannen, ehe uns am Nachmittag der Transfer-Shuttle zum Flughafen in Phuket brachte. Von dort ging es um 19:30 Uhr erstmal zurĂŒck nach Bangkok, dort hatten wir einen Aufenthalt von 2 œ Stunden bis zu unserem Anschlussflug nach Frankfurt.

Tag 15: RĂŒckkehr in Deutschland

Nach einem knapp 11-stĂŒndigen Flug landeten wir frĂŒhmorgens um 6 Uhr in Frankfurt. Am GepĂ€ckband, an dem wir leider ĂŒber eine Stunde auf unser GepĂ€ck warten mussten, verabschiedeten wir uns dann von unseren Mitreisenden und stiegen in die ZĂŒge nach Hause.

Ein sehr beeindruckender Urlaub, mit zahlreichenden Erlebnissen, ausgezeichnetem Essen und vielen neuen Bekanntschaften geht zu Ende.

Als Schlusswort kann ich diese Reise vollkommen empfehlen. Das Preis-/LeistungsverhĂ€ltnis pass hier sehr gut und es ist ein sehr gutes und ausgewogenes Programm aus Unter-nehmungen und Erholung. Ein Land, das zudem mit seiner Natur, der Freundlichkeit der Einwohner und sehr guter KĂŒche glĂ€nzt. Auch wenn es bereits die fĂŒnfte Reise nach Thailand war, war es hier eine Route, die ich bisher noch nicht kannte und die mich wie bereits den bekannten Rest des Landes weiter faszinierte.